Für Zwischendurch und auf Arbeit ist ein belegtes Brötchen der ideale Snack. Zuhause würde ich es mit diesen vielen verschiedenen Belägen niemals so schon hindrappiert bekommen. Allerdings ist auch bei belegten Brötchen nicht alles Gold was glänzt.

Es muss erst einmal generell unterschieden werden zwischen Brötchen die gänzlich aufgeschnitten sind und Semmeln die nur angeschnitten werden. Die Zweiten sind die guten.
Wenn man verträumt auf Arbeit in sein Brötchen beißt merkt man oft erst gar nicht, dass sich durch das Zusammendrücken vorne der restliche Belag kontinuierlich nach hinten verschiebt. Soweit bis ganze Wurstscheiben am seidenen Faden hängen und kurz vorm Absturz sind.

Besonders heikel wird die Situation aber erst durch den übermäßigen Einsatz von Remoulade oder ähnlichen Schmiermitteln – sonst könnte man die Wurst ja einfach auffangen.
Im Anfangsstadium kann man das Brötchen noch gut mit beiden Händen halten und dem Rausflutschen durch entsprechenden händischen Druck engegenwirken. Je kleiner der Rest aber ist, umso weniger Haltefläche hat man und umso höher ist die Belagdichte.

Nun sitze ich also auf Arbeit vor dem Bildschirm und bemühe mich das an allen Seite rausquillende Belagmaterial zu halten. Es gelingt mir gut, bis noch ein ca. 3cm x 3cm großes Stück übrig ist. Ein Stück Wurst rutscht ab. Ich fasse danach und fange es. Remoulade an allen Fingern. Erneut beiße ich ab und der Rest des Brötchen platzt am hinteren Ende auf und entleert sich auf eine Serviette, dich ich wegen der Krümel untergelegt habe.

Was bleibt mir übrig als mit den Händen danach zu fassen, schließlich will ich ja nicht das Beste am Brötchen auf dem Tisch liegen lassen. Inzwischen habe ich mehr Remoulade an den Händen als um den Mund. Ein unumstößliches Naturgesetz will es, dass immer genau in diesem Moment ein Kollege reinkommt und mir eine Frage stellen will. Der Kollege erblickt mich und ist verstört. Zu Recht. Ich sehe aus wie ein Besoffener, den der Hunger gepackt hat und der sich in Hasselhoffscher Manier über einen Döner hergemacht hat.

Mit diesem abschreckenden Beispiel, das auch als Werbespot verfilmt werden könnte, möchte ich bei Bäckereien für mehr Umsicht beim Belegen der Brötchen werben. Bitte benutzen sie, liebe Bäcker und Bäckerinnen, nur so viel Schmiermittel wie wirklich notwendig, Schichten sie stark rutschige Lebensmittel wie Tomatenscheiben nur im Notfall aufeinander und vor allem: Schneiden sie die Brötchen nur an und nicht durch. Dadurch kann nicht an allen Seiten Material entweichen und ich stehe besser da.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.